Pizza backen mit Pizzastein
Wie kann man zu Hause Pizza backen und das bestmögliche Ergebnis erzielen?
Diese Frage höre ich oft in meinen privaten Pizzakursen – viele möchten zu Hause eine Pizza machen, die der aus der Pizzeria so nah wie möglich kommt.
Die richtigen Ofeneinstellungen sind dabei entscheidend (darüber spreche ich übrigens ausführlich in einem anderen Artikel).
Aber lohnt sich der Kauf eines Pizzasteins wirklich?
Meine Antwort: Ja, auf jeden Fall!
Warum ein Pizzastein so wichtig ist
Wenn wir ein gutes Ergebnis erreichen wollen, müssen wir versuchen, ähnliche Bedingungen zu schaffen wie in einem professionellen Pizzaofen.
Wie sieht so ein Ofen aus?
Die Backkammern sind meist nur etwa 16 cm hoch, und die Heizelemente oben und unten haben eine sehr hohe Leistung. Dadurch kann die Pizza in kurzer Zeit perfekt gebacken werden.
Am Boden befindet sich normalerweise ein Schamottstein, der die Hitze speichert und gleichmäßig verteilt. Auch oben kann ein Schamottstein vorhanden sein, um die Wärmeverteilung weiter zu verbessern.
Und genau das ist der Punkt.
Was passiert im Haushaltsbackofen
Zuhause haben wir eine ähnliche, aber weniger leistungsstarke Situation.
Die Heizelemente sind weiter voneinander entfernt und weniger dicht, außerdem erreicht der Ofen in der Regel nur 250 °C – im Vergleich zu bis zu 500 °C bei einem professionellen Pizzaofen.
Diese größere Distanz zwischen Ober- und Unterhitze erschwert das Backen zusätzlich.
Wie der Pizzastein hilft
Wenn du den Pizzastein auf den unteren Rost legst, absorbiert er die Wärme der unteren Heizspirale direkt.
Er speichert Energie und gibt sie gleichmäßig über seine gesamte Fläche wieder ab.
Das sorgt für eine homogene Unterhitze, eine stabile Bodenstruktur und eine gleichmäßige Bräunung.
Kurz gesagt: Der Stein gibt der Pizza die nötige „Spannung von unten“, die für ein gutes Backergebnis entscheidend ist.
Oberhitze ausgleichen
Da die obere Hitze in Haushaltsöfen oft zu schwach ist und weit entfernt sitzt, empfehle ich immer, die Umluftfunktion (Heißluft) zu verwenden.
So erreicht die heiße Luft (bei 250 °C) direkt die Pizza von oben, was die Gasexpansion im Teig begünstigt und dem Produkt mehr Volumen gibt.
Man sollte den Backvorgang aber beobachten und gegebenenfalls die Pizza kurz drehen.
Pizza backen mit Pizzastein – Mein Fazit
Pizzastein? Ganz klar: Ja!
Ich kann dir den Kauf nur empfehlen – eine kleine Investition, die einen großen Unterschied macht und deine hausgemachte Pizza auf ein neues Level hebt.
Viva la pizza –
Ich freue mich, dich in einem meiner Pizzakurse zu sehen!
Cari Saluti
Matteo Vandi
